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Dämmung oberste Geschossdecke

Für die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke bestehen auch in wirtschaftlicher Hinsicht vielfältige Möglichkeiten. Da durch dieses Bauteil sehr viel Wärme entweichen kann und die Dämmung der obersten Geschossdecke für viele Gebäude seit dem 31. Dezember 2011 Pflicht ist, beschreiben wir hier mehrere Dämm-Lösungen.

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Dämmung der oberen Geschossdecke

Je nach Situation eignen sich für die Dämmung der obersten Geschossdecke unterschiedliche Verfahren und Dämmstoffe. Folgend, nach Ist-Zustand unterteilt, verschiedene Dämm-Lösungen und ergänzende Informationen.

Holzbalkendecken (oben abgedeckt)

Unter Dielen oder Platten auf Dachböden befinden sich oft Hohlräume. Diese Hohlräume (zwischen den Kehlbalken) sind in älteren Gebäuden zum Teil „nicht“ oder nur mit dünnen oder lückenhaft verlegten Matten gedämmt.

Hinweis: Oben auf den Boden verlegte Dämmplatten bleiben wirkungslos (keine Energieeinsparung), wenn Luft in Hohlräumen darunter zirkulieren kann. Die von unten erwärmte Luft - und somit Heizenergie - kann dann über Leckagen nach außen entweichen!

Lösung: Mit Einblasdämmstoff alle Hohlräume zwischen den Deckenbalken vollständig ausfüllen. Je nach Dicke der Hohlräume werden diese von Fachfirmen z.B. mit Zellulosedämmstoff oder Polystyrolgranulat über Schläuche verfüllt. Ein Materialtransport durch Treppenhäuser etc. ist nicht notwendig. Der Zeitbedarf für ein durchschnittliches EFH beträgt ca. 4 Stunden. Kosten: ab ca. 14 € je m² (Abhängig von Material und Dicke).

Wenn durch das alleinige Dämmen der vorhandenen Hohlräume ein angestrebter U-Wert nicht erreicht wird, kann eine Hohlraumdämmung mit zusätzlichen Dämmverfahren kombiniert werden.

Hinweis: Einige Holzbalkendecken sind als Einschubdecken ausgeführt. Diese enthalten zwei von einander getrennte Ebenen. Hier muss, um eine Dämmwirkung zu erzielen, auch die untere Ebene mit Dämmstoff ausgefüllt werden, wenn dort Hohlräume vorhanden sind.

Holzbalkendecken (oben offen)

Wenn eine Balkendecke oben offen ist, können auf ihr sehr leicht hohe Dämmstärken aufgebracht werden. Beim Einsatz von Dämmplatten (z. B. Mineralwolle) ist auf eine lückenlose Verlegung zu achten. Möglicherweise müssen hierfür Platten zugeschnitten werden. Besonders effizient, lückenlos und auch bei hohen Dämmstärken preisgünstig, ist das „offene“ Aufblasen von Zellulosedämmstoff. Hierbei können auch die Balken in einem Arbeitsgang mit „überdämmt“ werden. Eine Dämmstärke von 25 cm kostet ca. 14 € je m².

Begehbarkeit: Da weiche Dämmstoffe wie Zelluloseflocken oder Matten aus anderen weichen Dämmstoffen nicht oder kaum begehbar sind, können, falls erforderlich, Laufstege oberhalb der Dämmschicht montiert werden (meist OSB-Platten auf Stützen). Hiermit lassen sich auch größere Flächen realisieren. Diese Podeste oder Stege, können - als Vorbereitung - meist auch gut in Eigenleistung erstellt werden.

Beton- und massive Geschossdecken

Massive Decken können genauso wie die zuvor beschriebene „oben offene Holzbalkendecke“ gedämmt werden. Aufgrund der meist ebenen Betonoberfläche, bestehen jedoch noch weitere Optionen.

  • Dämmplatten
    Dämmplatten können in stabiler nicht verformbarer Ausführung auf den Betonboden verlegt werden. Verbundplatten mit einer dämm- und einer festen begehbaren Schicht sind jedoch teurer als nicht beschichtete Polystyrol- oder Mineralwollplatten.
  • Holzbalkenkonstruktion
    Hierbei wird auf die Betondecke eine Kreuzbalkenlage montiert. Bevor auf die Balken begehbare Platten verlegt werden, wird der Hohlraum zwischen den Balken mit Dämmmatten ausgefüllt. Hierzu müssen allerdings erhebliche Mengen Holz durch Treppenhäuser oder extra geschaffene Dachöffnungen auf den Dachboden transportiert werden. Hinweis: Bei der Berechnung des U-Wertes sind die holzbedingten Wärmebrücken zu berücksichtigen.
  • Dämmhülsensystem
    Bei diesem neuen System werden auf Geschossdecken, wärmebrücken minimierte und druckbelastbare Papphülsen in der benötigten Höhe montiert. Anschließend werden darauf stabile Platten (z. B. OSB) verlegt. Die so geschaffenen Hohlräume werden anschließend mit Zellulosedämmstoff ausgeblasen. Da für hohe Dämmstärken, z. B. 40 cm für Passivhausanforderungen, gegenüber einer „normalen“ 25 cm Dämmschicht, nur geringfügig mehr Material benötigt wird, lassen sich mit dem Dämmhülsensystem hohe Dämmwirkungen besonders preisgünstig realisieren. Mit diesem System wurden z.B. Geschossdecken von über 50 Schulen der Stadt Köln gedämmt. Das Dämmhülsensystem kann auch an erhöhte Brandschutzanforderungen angepasst werden. Die Tragkraft der Hülsenkonstruktion beträgt ca. 1,5 t je m². Eine 25 cm hohe Wärmedämmung kostet ca. 43 € je m².

Kosten: Die meisten Geschossdecken lassen sich zwischen 15 € und 80 € je qm dämmen. Preiswert lässt sich z. B. eine Einblasdämmung in vorhandene Hohlräume realisieren und teurer die Montage von begehbaren Verbunddämmplatten. Zusätzliche Nebenkosten entstehen z. B. durch das Öffnen und Schließen von Beplankungen, Abdichtungsarbeiten oder durch Fahrtkosten.

Lösungen für niedrige Deckenhöhen

Wenn bei sehr niedrigen Deckenhöhen die Begehbarkeit durch eine Dämmung nicht weiter eingeschränkt werden soll, können statt konventioneller Dämmstoffe (WLS 040) Hochleistungsdämmstoffe (WLS 013 – WLS 025) eingesetzt werden. Mit diesen lassen sich die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) auch mit geringeren Schichtstärken erreichen. Allerdings sind diese Dämmstoffe deutlich teurer.

Dämmstärken für obere Geschossdecken

Wenn eine Geschossdecke gedämmt wird, müssen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt werden. Das bedeutet, die oberste Geschossdecke darf nach der Dämmung einen U-Wert von maximal 0,24 W/m²K aufweisen.

Beispiel für eine ungedämmte 20 cm dicke Betondecke
Folgend zwei Dämmstoff-Varianten, mit denen sich der U-Wert der Betondecke von
ca. 3,9 W/m²K auf 0,24 W/m²K reduzieren lässt.

  • 16 cm Dämmstoff (WLS 040) z. B. Polystyrol oder Mineralwolle
  • 10 cm Dämmstoff (WLS 025) z. B. Polyurethan oder Phenolharz

Mehr Infos zu WLS (Wärmeleitstufe)
Mehr Infos zum U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Um finanzielle Förderungen - bspw. von der KFW - zu erhalten, sind meist höhere Dämmstärken als von der EnEV gefordert notwendig.

Vergleich Dämmung Geschossdecken und Dachschrägen

Wenn sich unter Dachschrägen keine beheizten Räume befinden, diese Bereiche zum Beispiel nur als Lager- oder Wäschetrockenboden genutzt werden, ist die oberste Geschossdecke die Grenze zwischen warm und kalt. Wärme entweicht dann in der kalten Jahreszeit von den beheizten Räumen in der obersten Etage durch die Geschossdecke in den kalten Dachboden.

Theoretisch könnten auch die Dachschrägen und die Giebelwände gedämmt werden um die Wärmeverluste durch das Dach zu reduzieren. Allerdings ist die Fläche des Daches im Vergleich zur Geschossdecke ca. doppelt so groß. Somit muss das Dach ca. doppelt so dick wie die Geschossdecke gedämmt werden, um den gleichen Energieeinspareffekt zu erzielen (doppelte Fläche plus doppelte Dicke = 8-fache Dämmstoffmenge!).

Fazit: Im Vergleich zu den Dachschrägen- und Giebelwänden, lässt sich die oberste Geschossdecke deutlich günstiger dämmen.

Dampfbremse oder Dampfsperre für Geschossdecken

Geschossdecke Dampfbremse Dampfsperre Dämmen

In einer Geschossdecke müssen alle Baustoffe und deren Reihenfolge so aufeinander abgestimmt sein, dass dort keine unzulässig hohe Feuchtigkeit entstehen kann. Bauschäden und Schimmelwachstum sind sonst vorprogrammiert. Kondenswasser kann in der Decke entstehen, wenn in der kalten Jahreszeit Wasserdampf von innen nach außen diffundiert oder mit der Luft durch Leckagen in kalte Bereiche strömt. Daher muss sichergestellt werden, dass „deutlich weniger“ Wasserdampf in eine Konstruktion gelangt, als aus dieser wieder entweichen kann. Sonderlösungen lassen sich z. B. auch mit „feuchtevariablen“ Dampfbremsen realisieren. Hierzu sollte sicherheitshalber Expertenrat eingeholt werden.

Beratung vom Fachmann
Sie benötigen fachlichen Rat zu Ihrem Gebäude, zum richtigen Einbau von Dämmstoffen und Dampfbremsen etc.? Rufen Sie uns an und verschaffen Sie Sich mehr Sicherheit. Tel.: 02159 695 2050

Dämmpflicht oberste Geschossdecke

Eigentümer von Wohngebäuden müssen seit dem 31.12.2011 dafür sorgen, dass oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) der Geschossdecke 0,24 Watt/(m²·K) nicht überschreitet.

Ausnahmen von der Dämmpflicht

  • Bereits vorhandene Dämmung: Wenn die oberste Geschossdecke oder das Dach bereits gedämmt ist.
  • Langjähriges Bewohnen: Wenn Ein- oder Zweifamilienhäuser vom Eigentümer bereits seit dem 1.2.2002 selbst bewohnt werden.
    Hinweis: Nach einem Eigentümerwechsel müssen die neuen Eigentümer die Geschossdecke innerhalb von zwei Jahren dämmen.
  • Wirtschaftlichkeit: Wenn die erforderlichen Aufwendungen durch die voraussichtlichen Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können.

Vorteile der Geschossdeckendämmung auf einem Blick

  • Kosteneinsparung: Heizkosten lassen sich mit relativ geringem zeitlichen und finanziellen Aufwand einsparen.
  • Wohnklima: Es verbleibt mehr Wärme in den Wohnräumen. Wärmere Decken und Wände verbessern spürbar die thermische Behaglichkeit.
  • Wertsteigerung: Ein niedriger Heizenergieverbrauch, insbesondere wenn im Energieausweis bescheinigt, verschafft deutliche Vorteile bei Vermietung oder Verkauf einer Immobilie.
  • Umweltschutz: Die Dämmung verbessert den Klimaschutz, da mit dem Einsparen von Heizenergie gleichzeitig die Emission von CO2 und SO2 reduziert wird.

Gerne beraten wir Sie persönlich und zeigen Ihnen Lösungen, die individuell auf Ihre Immobilie zugeschnitten sind. Kontakt...

Tipp: Energiecheck fürs ganze Haus

Mit dem Energiecheck können Sie für Ihr Haus schnell und übersichtlich weiteres Energieeinspar-Potential ermitteln. Zum Energiecheck.




Oberste Geschossdecke

geschossdecke dämmen

In Gebäuden mit Steildächern ist die oberste Geschossdecke oft auch die Grenze zwischen den beheizten Räumen und dem unbeheizten Dachboden. Ist die Geschossdecke ungenügend gedämmt, entweicht durch diese sehr viel Wärmeenergie.

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Natürliche Dämmstoffe

Dämmstoffe wie Holzfaserplatten, Schafwolle, Flachs und Zellulose etc., besitzen teilweise hervorragende Eigenschaften.

natürliche ökologische Dämmstoffe

Da sie oft erheblich teurer sind (außer Zelluloseflocken) und sich auch hinsichtlich Brand-, Feuchtigkeitsverhalten und Dämmwirkung von konventionellen Dämmstoffen unterscheiden, sollte ihr Einsatz mit Fachleuten abgestimmt werden.

Hochleistungsdämmstoffe

Von der NASA wurden neue Dämmstoffe mit extrem guter Dämmwirkung entwickelt.

Hochleistungsdaemmstoff

Einige dieser ursprünglich für Marsroboter etc. entwickelten Hochleistungsdämmstoffe sind nun auch in Deutschland verfügbar und ermöglichen erstmalig Dämmlösungen, die äußerst wenig Raum beanspruchen.

Raumsparend dämmen

Dämmung Dach

Mit Hochleistungsdämmplatten lässt sich raumsparend der Wärmeschutz schlecht gedämmter Dachschrägen von innen verbessern.

Es geht auch preiswert

Geschossdecke Dämmen

Die Hohlräume von obersten Geschossdecken aus Holz können besonders preiswert mit Zellulosedämmstoff im Einblasverfahren nachträglich gedämmt werden.

Beratung vom Fachmann

Sie benötigen fachlichen Rat zu Ihrem Gebäude, zu Dämmlösungen oder Konstruktionen? Rufen Sie uns an und verschaffen Sie Sich mehr Sicherheit. Tel.: 02159 695 2050

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