Dicke von Dämmstoffen berechnen

Mit nur zwei Klicks kann hier die benötigte Dicke von Dämmstoffen für viele Bauteile ungefähr ermittelt werden. Die Bauteile lassen sich mit dem Button „Bauteil und U-Wert wählen“ auflisten und auswählen.

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Berechnung der Dicke von Dämmstoffen

In zwei Schritten die notwendige Dicke für einen Dämmstoff berechnen.

  1. Bauteile-Auswahl mit dem Button „Bauteil und U-Wert wählen“ öffnen.
  2. Für das gewünschte Bauteil je nach Anforderung den Button EnEV oder KFW klicken.

Die U-Werte werden anschließend automatisch in die Eingabefelder übertragen und die Dicke der Dämmstoffe entsprechend ihrer Wärmeleitstufe (WLS) angezeigt. Alternativ können auch eigene U-Werte in die beiden Felder eingegeben werden.

Hinweis: Bei der Bauteile-Auswahl, wird auch der U-Wert des „nicht gedämmten“ Bauteils übertragen. Dieser Wert variiert in der Praxis jedoch stark. Eine Betondecke hat bspw. einen U-Wert von 3,1 W/(m²K) und eine Holzdecke je nach Ausführung einen U-Wert zwischen 0,7 und 2 W/(m²K). Der Wert im Eingabefeld „U-Wert ungedämmt“, muss daher oft manuell angepasst werden.

Eine Liste mit U-Werten üblicher Bauteile wird demnächst integriert.

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Bauteil
U-Wert EnEV W/(m²K)
U-Wert KFW W/(m²K)

Gewähltes Bauteil:


Keine Eingabe erforderlich. Werte werden automatisch bei der "Bauteile-Auswahl" eingetragen.
Überschreiben ist möglich.



WLSDämmstoffdicke um den U-Wert xxx zu erreichen

Hinweis: Je schlechter die Dämmwirkung eines Dämmstoffes (= hohe WLS oder hohe WLG), umso dicker muss gedämmt werden um die Vorgaben zu erreichen. Somit wird für ein Dämmstoff mit einer WLS 040 die doppelte Dicke benötigt im Vergleich zu einem Dämmstoff mit einer WLS 020. Siehe WLS-Werte (015 - 045) neben den Zentimeter-Werten.

Wichtige Hinweise zur Dicke von Dämmstoffen enthält weiter unten der Abschnitt: Fehler beim Dämmen vermeiden

Energieverluste in Kilowattstunden (bei eine Fläche von 100 qm in einem Jahr)

ungedämmt:
gedämmt:


Einsparung durch Dämmung (bei eine Fläche von 100 qm in einem Jahr)


Basierend auf einen Energiepreis von: Cent je kWh

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Fehler beim Dämmen vermeiden

Damit Ihre Wärmedämmung tatsächlich dämmt und keine Schäden entstehen – z.B. durch Feuchtigkeit – folgend noch einige Hinweise zur Dämmstoffdicke und Feuchtigkeit.

Dicke von Dämmstoffen

Bevor weiter unten der Zusammenhang zum jeweils geforderten U-Wert kurz erläutert wird, zuerst eine grundsätzliche Betrachtung. Einige Menschen berichten, dass Dämmstoffe ab einer bestimmten Dicke kaum zusätzliche Energie einsparen und dicke Dämmschichten unnütz und teuer sind.

Fakt ist: Wenn ein ungedämmtes Bauteil (z.B. Betondecke) gedämmt wird, halbieren sich die Wärmeverluste mit jeder Verdoppelung der Dämmstoffdicke.
Wenn ein Bauteil schon vor der Dämmung etwas wärmeisolierend wirkt (z.B. Holz- oder Betondecke mit Trittschalldämmung), ist der Effekt einer zusätzlichen Dämmung immer noch hoch, aber u.U. nicht ganz so extrem.

Ob Sie dicker dämmen als Sie müssten, ist daher eher eine Frage der Kosten und des Platzes zur Unterbringung des Dämmstoffes. Wenn ein Dämmstoff relativ günstig ist (z.B. Mineralwolle oder Zelluloseflocken) und genug Platz für den Einbau vorhanden ist, können sehr dicke Dämmschichten auch wirtschaftlich sinnvoll sein.
Hinweis: Die Materialkosten für den Dämmstoff sind nur ein Teil der Gesamtkosten. Ein größerer Anteil wird meist für begleitende Maßnahmen aufgewendet, wie bspw. für Gerüst, Vorbereitungen, Verputzen etc. Diese „Sowiesokosten“ werden durch die Dicke des Dämmstoffes in vielen Fällen kaum beeinflusst. Daher ist doppelt dick dämmen nicht automatisch doppelt so teuer.

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Holzbalken kompensieren

Wenn weniger gut dämmende Materialien, z.B. Holzbalken in Decken oder Dachsparren in Dächern, den Dämmstoff unterbrechen, muss der fehlende Dämmanteil kompensiert werden. Entweder mit dickeren oder besseren Dämmstoffen. Je nach Konstruktion, sind dann z.B. 12% dickere Dämmschichten erforderlich. Für die Ermittlung der exakten Werte sind U-Wert-Berechnung erforderlich (bei der alle Baustoffe erfasst werden).

Wenn Dämmen schlecht möglich ist

Bei einem völlig ungedämmten Bauteil, bewirken bereits wenige Millimeter Dämmstoff eine spürbare Verbesserung. Allerdings reicht diese bei Weitem nicht aus. Für die Praxis bedeutet das: Falls technisch unmöglich oder völlig unwirtschaftlich, ist eine sehr geringe Dämmung immer noch viel besser als keine Dämmung. Falls aus Platzmangel mit konventionellen Dämmstoffen die Anforderungen (EnEV) nicht zu erfüllen sind, können Hochleistungsdämmstoffe eine Option sein. Diese dämmen bei gleicher Schichtstärke ca. 50 bis 300% besser, sind aber teurer. Entsprechende Produkte mit ihrer Wärmeleitfähigkeit:

Polyurethane-Platten = 0,028 W/mK
Phenolharzschaum-Platten = 0,022 W/mK
Spaceloft-Matten = 0,014 W/mK
Aerogel-Granulat = 0,021 W/mK
Vakuumpaneele = 0,0053 W/mK

Anforderungen an U-Werte

Der Gesetzgeber hat für viele Bauteile (Dach, Außenwand, Kellerdecke etc.) bestimmte U-Werte als Mindestanforderungen festgeschrieben. Darüber hinaus hat die KfW noch höhere Anforderungen definiert. Diese müssen erfüllt werden, um Zuschüsse oder Kredite von der KfW zu erhalten.
Mehr Infos unter: EnEV – Energieeinsparverordnung | U-Wert


Dämmung vor Feuchtigkeit schützen

Schäden durch Feuchtigkeit

Da ein feuchter Dämmstoff (je nach Material) kaum dämmt, ist es wichtig, Dämmstoffe trocken zu halten – langfristig und auch während der Montage. Schon geringe Mengen Feuchtigkeit können einige Dämmstoffe fast wirkungslos machen. Darüber hinaus kann Schimmel wachsen, Holz faulen, Material quellen und gefrierendes Wasser Poren und Fugen „sprengen“ (Frostschäden).

Zu beachten ist, dass einige Dämmstoffe nicht gut trocknen oder Feuchtigkeit schlecht vertragen. Mineralwolle zum Beispiel, ist zwar sehr diffusionsoffen (atmungsaktiv), kann aber eingedrungenes Wasser kaum wieder nach außen transportieren, da keine Kapillaren enthalten sind. Hinweis: Kapillaren können im Vergleich zu Diffusion tausendfach mehr Wasser transportieren. Nass gewordene Mineralwolle benötigt daher viel Zeit um zu trocknen. Sie muss ggf. schnell gut belüftet oder ausgetauscht werden.

Gut schützen vor Feuchtigkeit sollte man auch Polyurethane (Kurzzeichen: PUR) und Phenolharzschaum. Ziemlich resistent gegen Wasser ist Polystyrol mit geschlossenen Zellen (Kurzzeichen: XPS). Dieses wird u.a. im Erdreich als Perimeterdämmung eingesetzt.

Wie Wasser in die Dämmung gelangt

Meistens über die folgenden zwei Wege. Entweder dringt flüssiges Wasser (z.B. Regen) durch undichte Materialien von außen ein, oder Wasserdampf dringt von der Raumseite in Konstruktionen ein und kondensiert dort. Kondenswasser entsteht typischer Weise bei niedrigen Außentemperaturen an kühlen Materialien.

Schäden verhindern

In viele Bau- und Dämmstoffe darf Feuchtigkeit nur über einen bestimmten Zeitraum und in einer bestimmten Menge einwirken. Die zulässigen Grenzen sind je nach Baustoff unterschiedlich. Für den Schutz von Holz, enthält die DIN 68800 Maßnahmen und Grenzwerte.

Um den Zugang von Wasserdampf (unsichtbarer Bestandteil der Luft) bspw. in ein Dach zu reduzieren, werden dampfbremsende Materialien auf der Innenseite (warme Seite) montiert.
Mehr Infos zu: Wasserdampf | Dampfsperre

Grundsätzlich sollte mehr Wasserdampf aus einer Konstruktion entweichen können, als in diese via Diffusion oder Luftströmung eindringen kann. Daraus folgt: je dampfdichter eine Konstruktion auf der Außenseite ist, je dampfdichter muss diese auf ihrer Innenseite ausgeführt sein. Optimal wäre: Innen mind. 10x dampfdichter als außen. Wenn Wasserdampf nicht ausreichend nach außen ins Freie entweichen kann, weil z.B. ein Stahldach oder Bitumen den Transport blockiert, ermöglichen „feuchtevariable“ Dampfbremsfolien trotzdem eine sichere Konstruktion. Diese speziellen Folien sind im Sommer diffusionsoffener als im Winter. Unplanmäßig eingedrungene Feuchtigkeit, kann so bei warmem Wetter aus der Konstruktion in Richtung Raum entweichen.

Bei Baumaßnahmen (offenes Dach, ungeschützte Wand etc.) kann auch Regen die Dämmstoffe durchnässen. Besonders Mineralwolle und Glaswolle (trocknen nicht schnell), sowie Phenolharzschaum und PUR (sind empfindlich), sollten daher gegenüber Regen geschützt werden – z.B. mit Folien.

Insgesamt schaffen Konstruktionen die eine schnelle Selbsttrocknung fördern, mehr Sicherheit bzgl. Feuchtigkeit. Dazu zählen z.B. hinterlüftete vorgehangene Fassaden.

Weitere Anforderungen an Dämmstoffe

Bei der Auswahl der Dämmstoffe müssen je nach Einbausituation zusätzliche Anforderungen berücksichtigt werden. Unter anderem bzgl.: Brandschutz, Feuchtetoleranz, Diffusionsoffenheit, Druckfestigkeit etc.
Dämmstoffe enthalten außerdem Hinweise (auch auf dem Etikett als Abkürzung), zu ihren zulässigen Einsatzgebieten. Folgend drei Beispiele zu den Abkürzungen:

  • DAD: Außendämmung von Dach oder Decke unter Abdeckung, Dämmung begehbare oberste Geschossdecke
  • DAA: Außendämmung von Dach und Decke, geschützt, Dämmung unter Abdichtung
  • DUK: Außendämmung des Daches der Witterung ausgesetzt

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Mit dem folgenden Formular haben Sie die Möglichkeit, von Fachfirmen ein unverbindliches Angebot für Ihre gewünschte Wärmedämmung inkl. Montage zu erhalten. Die benötigten Infos lassen sich in 2–3 Minuten einfach eingeben.




Kosten bei Schütt- und Einblasdämmstoffen

Bei Schütt- und Einblasdämmstoffen variiert je nach Einbausituation die Dichte und somit das Gewicht je Kubikmeter Volumen. Je höher das Gewicht, je höher die Kosten.
Einblasdämmstoffe werden u.a. in Wänden oder Dachschrägen mit einer höheren Dichte als auf Decken verarbeitet, um ein Setzen (Zusammensinken) der Fasern oder des Granulates zu minimieren bzw. zu verhindern.

Rechtliche Hinweise

Die Informationen und Berechnungen auf diesen Seiten ersetzen nicht die Beratung von Energieberatern oder Bauingenieuren. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung von Zusammenhängen. Eine genauere U-Wert-Berechnung (bei der alle Baustoffschichten erfasst werden), ist immer anzuraten und teils auch Pflicht.

Für die Berechnung der voraussichtlichen Heizkosten müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Hierzu zählen: Der Wirkungsgrad und die Energieart der jeweiligen Heizung, das Verhältnis der wärmeabgebenden Hüllfläche zum beheizten Volumen des gesamten Gebäudes, die Verluste durch eine undichte Gebäudehülle (warme Luft entweicht durch Fugen etc.) , die Qualität der Fenster und Türen und auch das Klima am Standort.

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